
Sauerstoff 2.5 – Standard
Autogen, Hartlöten, Brennschneiden
Acetylen + O₂ für Stahl-Schweißungen
Blechdicken bis 300 mm
Sanitär, Heizung, Kupferleitungen
Konverter, Frischblasen, Lichtbogenofen
Ozonierung, Belüftung
Krankenhäuser, Praxen
| Eigenschaft | Sauerstoff 2.5 | Sauerstoff 3.5 | Medizinischer O₂ |
|---|---|---|---|
| Reinheit | 99,5 % | 99,95 % | 99,5 % (Arzneimittel) |
| Einsatz | Autogenschweißen, Hartlöten, Brennschneiden Standard | Brennschneiden Premium, hochwertige Schnittkanten | Praxis, Klinik, Notfallversorgung |
| Verfahren | Autogen, Brennschneiden, Flammrichten | CNC-Brennschneiden, Stahlbau | Atemtherapie, Anästhesie |
| Preis-Niveau | € | €€ | €€€ |
| Norm / Klassifikation | DIN EN ISO 14175 | DIN EN ISO 14175 | Ph. Eur. / AMG |
Für rund 75 % aller technischen Anwendungen reicht Sauerstoff 2.5 mit 99,5 % Reinheit völlig aus – ob Autogenschweißen, Hartlöten oder Standard-Brennschneiden von Baustahl. Wer höchste Schnittqualität braucht – etwa beim CNC-Brennschneiden im Stahlbau oder bei sichtbaren Schnittkanten – gewinnt mit Sauerstoff 3.5 (99,95 %) sichtbar an Präzision: glattere Schnittflächen, weniger Bart, höhere Schnittgeschwindigkeit. Medizinischer Sauerstoff ist ein Arzneimittel und unterliegt dem Arzneimittelgesetz – er kommt ausschließlich in Praxen, Kliniken und Notfallversorgung zum Einsatz. Unsicher bei der Wahl? Wir empfehlen die passende Qualität kostenlos.






Sie zahlen eine monatliche Flaschenmiete + Füllung. Vorteil: keine Investition, regelmäßiger Tausch, Druckbehälterprüfung nach BetrSichV inklusive. Ideal bei regelmäßigem Verbrauch in Werkstatt, Stahlbau oder Industrie.
Einmalige Investition, danach nur Füllkosten. Vorteil: keine laufenden Mietkosten. Nachteil: TÜV-Prüfung alle 10 Jahre und Wartung liegen bei Ihnen.
Mittelweg mit einmaliger Pfandgebühr, aber Anbieterbindung beim Nachfüllen. Ideal für Betriebe mit mittlerem Verbrauch ohne langfristige Bindung.
Technischer Sauerstoff (O₂) ist eines der wichtigsten Industriegase und kommt in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Klassische Anwendungen sind das autogene Brennschneiden, Schweißen und Flämmen in der Metallverarbeitung, wo Sauerstoff zusammen mit Acetylen oder Propan Temperaturen bis 3.100 °C erzeugt. In der Stahlindustrie dient Sauerstoff zur Entkohlung und Frischung im Konverter, in der Chemie als Oxidationsmittel, in der Glas- und Keramikindustrie zur Effizienzsteigerung von Schmelzöfen. Hinzu kommen Anwendungen in der Wasseraufbereitung (Ozon-Erzeugung), in der Fischzucht sowie als Beimischung in Schutzgasen beim MAG-Schweißen. Für jede Anwendung gibt es passende Reinheitsgrade und Lieferformen – wir beraten Sie individuell.
Die Zahl steht für den Reinheitsgrad: Sauerstoff 2.5 hat 99,5 % Reinheit und ist der Standard für technische Anwendungen wie Brennschneiden, Autogenschweißen und industrielle Oxidationsprozesse. Sauerstoff 3.5 mit 99,95 % Reinheit kommt überall dort zum Einsatz, wo höhere Anforderungen an die Gasqualität bestehen – etwa beim Plasmaschneiden, in der Laser-Schneidtechnik, in Forschung und Analytik. Für die Lebensmittelindustrie gibt es zusätzlich Sauerstoff in Lebensmittelqualität (E948), für medizinische Anwendungen den separaten medizinischen Sauerstoff. Für 80 % aller Schweiß- und Brennschneidanwendungen reicht Sauerstoff 2.5 völlig aus.
Der Sauerstoffverbrauch beim Brennschneiden hängt von Materialdicke, Schneiddüse und Schnittgeschwindigkeit ab. Faustwerte: Bei Stahlblech bis 10 mm liegen typische Verbräuche bei 2–4 m³/h, bei 20–30 mm bei 5–8 m³/h, bei dicken Stahlplatten über 100 mm auch 15–25 m³/h. Beim Autogenschweißen rechnet man mit etwa 0,5–1,5 m³/h je nach Brennergröße. Eine 50-Liter-Sauerstoffflasche mit 200 bar enthält rund 10,7 m³ Gas – das reicht beim Brennschneiden 10-mm-Blech also für etwa 3–5 Stunden Schneidzeit. Bei hohem Dauerbedarf lohnt sich der Wechsel auf Flaschenbündel oder einen Flüssigsauerstoff-Tank (LOX).
Die Reichweite einer Sauerstoffflasche ergibt sich aus Flascheninhalt × Fülldruck. Eine volle 50-Liter-Flasche bei 200 bar enthält rund 10.700 Liter Sauerstoff. Bei einem typischen Brennschneidverbrauch von 4 m³/h reicht sie für etwa 2,5 Stunden Schneidzeit, beim Autogenschweißen mit 1 m³/h für rund 10 Stunden. Eine 20-Liter-Flasche enthält ca. 4.000 Liter, eine 10-Liter-Flasche rund 2.100 Liter. Den Restdruck Ihrer Flasche lesen Sie am Manometer des Druckminderers ab und berechnen die Restmenge mit der Formel „Volumen × Bar”. Bei kontinuierlichem Hochverbrauch ist eine zentrale Gasversorgung mit Bündel oder Tank wirtschaftlicher als Einzelflaschen.
Wir liefern Sauerstoff in allen industrieüblichen Gebinden: Druckgasflaschen in 5, 10, 20 und 50 Litern, 12er-Flaschenbündel mit ca. 128 m³ Gasinhalt und Sammelleitung sowie flüssigen Sauerstoff (LOX) per Tankwagen für Großverbraucher. Für Betriebe mit hohem Dauerbedarf installieren wir auf Wunsch einen Kaltvergaser-Tank mit Verdampfer, der eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie Versorgung sicherstellt. Welche Lieferform für Sie wirtschaftlich ist, hängt vom Tages- und Monatsverbrauch ab: Bis ca. 500 m³/Monat sind Flaschenbündel ideal, darüber lohnt sich ein LOX-Tank. Auf Wunsch wird der Bedarf analysiert und die wirtschaftlichste Lösung empfohlen – inklusive Equipment-Bereitstellung.
Technischer Sauerstoff (O₂ techn. 2.5) und medizinischer Sauerstoff (med. O₂) sind chemisch nahezu identisch, unterliegen aber unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben. Medizinischer Sauerstoff ist ein zugelassenes Arzneimittel nach Arzneimittelgesetz (AMG) und unterliegt strengen GMP-Anforderungen an Herstellung, Reinheit, Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit. Er darf ausschließlich für medizinische Zwecke (Beatmung, OP-Säle, Sauerstofftherapie) eingesetzt werden. Technischer Sauerstoff ist für Schweißen, Schneiden, industrielle Prozesse und Lebensmittelanwendungen vorgesehen und darf nicht für medizinische Zwecke verwendet werden – auch nicht im Notfall. Beide Qualitäten sind klar getrennt und über unterschiedliche Flaschen mit eigener Farbkodierung erkennbar.
Die Wahl des Bezugsmodells hängt von Ihrem Verbrauch ab. Sauerstoff-Eigentumsflaschen kaufen lohnt sich bei seltenem oder unregelmäßigem Bedarf: einmalige Investition, danach nur Füllkosten – Prüfungspflichten (TÜV-Wiederholungsprüfung alle 10 Jahre) und Wartung tragen Sie selbst. Mietflaschen sind bei regelmäßigem Sauerstoff-Verbrauch wirtschaftlicher: keine Anschaffungskosten, regelmäßiger Tausch, Druckbehälterprüfung nach BetrSichV inklusive. Pfandflaschen sind ein Mittelweg mit einmaliger Pfandgebühr, binden Sie aber an den jeweiligen Anbieter bei der Nachfüllung. Faustregel: Bei weniger als einer Flasche pro Quartal ist Kauf günstiger, ab regelmäßigem Tausch lohnt Miete.
Sauerstoffflaschen müssen stehend, gegen Umfallen gesichert und in gut belüfteten Räumen gelagert werden – getrennt von brennbaren Gasen wie Acetylen oder Propan (Mindestabstand 2 m oder feste Trennwand). Sauerstoff ist nicht brennbar, wirkt aber stark brandfördernd: In sauerstoffangereicherter Atmosphäre entzünden sich sogar normalerweise schwer brennbare Stoffe schlagartig. Öl, Fett und brennbare Materialien dürfen niemals mit Sauerstoff-Armaturen in Kontakt kommen – Selbstentzündungsgefahr. Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 50 °C sind zu vermeiden. Beim Transport sind Schutzkappe und Ventilschutz Pflicht, die Flasche muss stehend und gesichert mitgeführt werden (Gefahrgutklasse 2.2). Bei Lieferung durch uns übernehmen wir die ADR-konforme Auslieferung komplett.
Ein Flüssigsauerstoff-Tank (LOX = Liquid Oxygen) ist ab einem monatlichen Verbrauch von etwa 500 m³ wirtschaftlich sinnvoll. Vorteile: kontinuierliche Versorgung ohne Flaschentausch, deutlich günstigerer Bezugspreis pro m³, kein Lagerplatzbedarf für Dutzende Flaschen, planbare TKW-Belieferung. Tiefkalter flüssiger Sauerstoff wird bei –183 °C in einem isolierten Tank gelagert und bei Bedarf über einen Verdampfer in gasförmigen Sauerstoff überführt. Wir liefern den Tank, den Verdampfer, die zentrale Gasversorgungsanlage sowie den regelmäßigen LOX-Nachschub aus einer Hand. Für Stahlbauer, Großschweißereien, Glashütten und Lebensmittelbetriebe ist das oft die wirtschaftlichste Lösung.
Der Sauerstoff-Preis hängt von Reinheitsgrad, Flaschengröße, Bezugsmodell und Abnahmemenge ab. Orientierungswerte für 2026: Eine Sauerstoff 2.5 Füllung in einer 10-Liter-Flasche liegt bei 25–60 Euro, eine 20-Liter-Füllung bei 35–80 Euro, eine 50-Liter-Füllung bei 50–120 Euro. Sauerstoff 3.5 liegt etwa 20–40 % höher, flüssiger Sauerstoff (LOX) ist im m³-Preis deutlich günstiger als Flaschengas, erfordert aber Tank und Verdampfer. Eigentumsflaschen kosten zusätzlich einmalig 150–280 Euro je nach Größe. Für Großabnehmer und Filialisten gelten individuelle Konditionen mit Mengenrabatten und Rahmenverträgen. Ein konkretes Angebot für Ihren Bedarf erhalten Sie binnen 24 Stunden nach Anfrage.