
Helium 4.6 – Standard-Industriequalität
Schweiß-Schutzgas, Lecksuche, GC-Trägergas
SUPRALEITENDE MAGNETE BEI –269 °C
SPÜRGAS FÜR VAKUUM & PIPELINES
SCHUTZGAS MIT HOHER WÄRMELEITUNG
TRÄGERGAS FÜR LABOR-ANALYTIK
INERTATMOSPHÄRE FÜR WAFER-PROZESSE
ATEMGAS FÜR TECHNISCHES TAUCHEN
| Eigenschaft | Helium 4.6 | Helium 5.0 | Helium 6.0 |
|---|---|---|---|
| Reinheit | 99,996 % | 99,999 % | 99,9999 % |
| Einsatz | Standard – Schweißen, Lecksuche | MRT-Nachfüllung, Halbleiter, Analytik | UHP-Anwendungen, Forschung |
| Verfahren | WIG-/MIG-Schweißen, Dichtheitsprüfung, GC-Trägergas | NMR-Spektroskopie, Wafer-Prozesse, Hochpräzisions-Analytik | Spezialhalbleiter, Tieftemperaturforschung, Kerntechnik |
| Preis-Niveau | € | €€ | €€€ |
| Norm / Klassifikation | DIN EN ISO 14175 (I1-He) | DIN EN ISO 14175 (I1-He) | DIN EN ISO 14175 (I1-He) |
Für rund 70 % aller B2B-Anwendungen reicht Helium 4.6 völlig aus – das ist die Standard-Industriequalität für Schweißen, Lecksuche und Gaschromatographie. Helium 5.0 kommt zum Einsatz, wenn höchste Anforderungen an die Gasqualität gestellt werden – etwa bei der MRT-Nachfüllung in Kliniken, in der Halbleiterfertigung und in hochauflösenden Analytik-Verfahren. Helium 6.0 ist eine Premium-Qualität für UHP-Anwendungen, Forschungsinstitute und Spezialhalbleiter, bei denen selbst ppb-Verunreinigungen relevant sind. Für 95 % aller industriellen Anwendungen sind Helium 4.6 oder 5.0 die wirtschaftlich richtige Wahl.





Sie zahlen eine monatliche Flaschenmiete + Füllung. Vorteil: keine Investition, regelmäßiger Tausch, Druckbehälterprüfung nach BetrSichV inklusive. Ideal bei regelmäßigem Verbrauch in Schweißbetrieb, Labor oder Klinik.
Einmalige Investition (350-650 € je nach Größe), danach nur Füllkosten. Vorteil: keine laufenden Mietkosten. Nachteil: TÜV-Prüfung alle 10 Jahre und Wartung liegen bei Ihnen.
Bei kontinuierlichem Hochverbrauch (z. B. CNC-Schweißanlagen, MRT-Klinik) ist die Bündel- oder Trailer-Versorgung wirtschaftlicher als Einzelflaschen. Bei monatlichem Bedarf ab 500 m³ lohnt sich der Wechsel.
Technisches Helium (He) ist das vielseitigste Edelgas der Industrie. Klassische Anwendungen sind die Kühlung supraleitender Magnete in MRT- und NMR-Geräten, die Lecksuche an Druckbehältern, Pipelines und Vakuumsystemen (Helium-Spürgas), das WIG- und MIG-Schweißen von Aluminium und Kupfer (höhere Wärmeleitfähigkeit als Argon), die Gaschromatographie als Trägergas und in der Halbleiterfertigung als Inertatmosphäre. In der Glasfaserherstellung dient Helium zur Kühlung, in der Tauchtechnik als Komponente von Trimix-Atemgemischen. Helium ist nach Wasserstoff das zweithäufigste Element im Universum, auf der Erde aber eine endliche Ressource, die aus Erdgasfeldern gewonnen wird.
Die Zahlenangabe steht für den Reinheitsgrad: Helium 4.6 hat 99,996 % Reinheit, Helium 5.0 hat 99,999 %, Helium 6.0 hat 99,9999 %. Der Unterschied wird in der Anwendung relevant: Helium 4.6 ist Standard für Schweißen, Lecksuche und GC-Trägergas in der Routineanalytik – die zusätzlichen 0,004 % Verunreinigungen (Stickstoff, Sauerstoff, Feuchtigkeit) sind für diese Anwendungen unkritisch. Helium 5.0 wird in der MRT-Wartung, Halbleiterfertigung und hochwertigen Analytik eingesetzt, wo höchste Inertheit gefordert ist. Helium 6.0 ist eine Spezialqualität für UHP-Anwendungen (Ultra High Purity) in der Forschung und Spezialhalbleiterproduktion. Für 95 % aller industriellen Anwendungen reichen 4.6 oder 5.0 völlig aus.
Helium ist das ideale Spürgas für Dichtheitsprüfungen – das hat drei physikalische Gründe: Erstens ist Helium das kleinste Atom nach Wasserstoff, es findet selbst kleinste Lecks. Zweitens ist Helium inert und nicht entflammbar, also sicher in der Anwendung. Drittens ist Helium in der Umgebungsluft nur in Spuren vorhanden (5 ppm), wodurch Lecksuch-Geräte eine extrem hohe Empfindlichkeit erreichen. Standardanwendungen sind die Dichtheitsprüfung von Druckbehältern, Pipelines, Vakuumsystemen, Klimaanlagen, Brennstoffzellen und Halbleiter-Reinräumen. Für die meisten Lecksuch-Anwendungen reicht Helium 4.6 völlig aus – die hohe Reinheit von 6.0 ist nur in Kerntechnik oder UHP-Gaszuleitungen erforderlich.
Helium hat eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit als Argon – etwa 6-mal so hoch. Beim WIG- und MIG-Schweißen von Aluminium und Kupfer erzeugt Helium dadurch einen heißeren Lichtbogen und tieferen Einbrand bei gleicher Stromstärke. Das ist besonders wichtig bei dicken Aluminium-Werkstücken, wo Argon allein nicht genug Energie ins Werkstück bringt. In der Praxis werden meist Argon-Helium-Mischgase verwendet (z. B. 70/30 oder 50/50), die die Vorteile beider Gase kombinieren: Argon für die Lichtbogenstabilität, Helium für die Wärmemenge. Reines Helium kommt bei Spezialanwendungen mit hoher Schweißgeschwindigkeit oder dicken Materialstärken zum Einsatz.
Ein MRT-Gerät (Magnetresonanztomograph) ist mit flüssigem Helium gefüllt, das die supraleitenden Magneten auf –269 °C kühlt. Die Erstbefüllung eines klinischen 1,5-Tesla-MRT benötigt etwa 1.500-2.000 Liter LHe, ein 3-Tesla-Gerät rund 2.000-3.000 Liter. Im Betrieb verdampft kontinuierlich Helium durch die hohe Diffusionsrate – pro Jahr etwa 300-1.500 Liter Nachfüllbedarf je nach Gerät und Wartungszustand. Moderne MRTs mit Cryogen-Reduction-Technology verbrauchen deutlich weniger. Wir beliefern Kliniken und MRT-Servicepartner mit flüssigem Helium in 100-, 250- und 500-Liter-Dewargefäßen – planbar nach Wartungskalender oder kurzfristig bei akutem Bedarf.
Heliumflaschen (braune Schulter nach DIN EN 1089-3) müssen stehend, gegen Umfallen gesichert und in gut belüfteten Räumen gelagert werden – Helium ist nicht giftig und nicht entzündlich, kann aber in geschlossenen Räumen Sauerstoff verdrängen (Erstickungsgefahr). Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 50 °C sind zu vermeiden. Helium diffundiert durch alle Dichtungen – langfristige Lagerung über 6-12 Monate führt zu spürbarem Druckverlust. Flüssiges Helium (LHe) in Dewargefäßen darf niemals luftdicht verschlossen werden – verdampfendes Helium muss kontrolliert entweichen können, sonst entstehen kritische Drücke. Beim Transport gilt Gefahrgutklasse 2.2 (nicht entzündliches, nicht giftiges Gas) mit UN-Nummer UN 1046 (verdichtet) oder UN 1963 (tiefkalt flüssig). ADR-konforme Auslieferung übernehmen wir komplett.
Helium ist eine endliche Ressource, die nur aus bestimmten erdgasführenden Lagerstätten wirtschaftlich gewonnen werden kann – hauptsächlich in den USA, Katar, Algerien und Russland. Die Weltproduktion ist begrenzt, die Nachfrage durch wachsende MRT-Märkte und Halbleiterfertigung steigt jedoch stetig. Hinzu kommt: Einmal in die Atmosphäre entwichen, geht Helium verloren – es ist so leicht, dass es ins Weltall entweicht und kann nicht recycelt werden. Preisvolatilität ist die Regel, nicht die Ausnahme – seit 2018 gab es mehrere „Helium-Krisen” mit Versorgungsengpässen. Helium Kontor sichert die Versorgung durch direkte Lieferantenverträge und transparente Preisgestaltung.
Helium-Eigentumsflaschen kaufen lohnt sich bei seltenem oder unregelmäßigem Bedarf: einmalige Investition (350-650 €), danach nur Füllkosten. Sie tragen die TÜV-Prüfung alle 10 Jahre und die Wartung selbst. Mietflaschen sind bei regelmäßigem Verbrauch wirtschaftlicher: keine Anschaffungskosten, regelmäßiger Tausch, alle Prüfintervalle inklusive. Bei kontinuierlichem Hochverbrauch (Schweißbetrieb, Forschung, MRT-Klinik) ist die Bündel- oder Trailer-Versorgung die wirtschaftlichste Lösung – ab etwa 500 m³ Monatsbedarf lohnt sich der Wechsel. Faustregel: Bei weniger als zwei Flaschen pro Quartal ist Kauf günstiger, ab regelmäßigem Tausch lohnt Miete.
Wir liefern Helium innerhalb von 48 Stunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden – ohne Mindestbestellmengen für B2B-Kunden. Flüssiges Helium (LHe) wird per Spezialtransport in Dewargefäßen angeliefert – Vorlaufzeit je nach Größe 24-72 Stunden. Termingebundene Anlieferungen an MRT-Kliniken und Forschungsinstitute koordinieren wir auf Anfrage. Bei wiederkehrendem Bedarf bieten wir festen Liefer- und Tauschrhythmus per Rahmenvertrag an: Sie müssen nicht aktiv bestellen, wir liefern automatisch. Standardbestellungen erfolgen per E-Mail oder telefonisch – ein konkretes Angebot inklusive Lieferzusage erhalten Sie binnen 24 Stunden.
Technisches Helium (4.6, 5.0, 6.0) und Ballongas sind beide Helium, unterscheiden sich aber in der Reinheit und damit im Preis. Ballongas hat eine Reinheit von 95-98 % und wird mit Luft oder Stickstoff verdünnt – das reicht für Auftriebsanwendungen (Ballons, Werbung, Events) völlig aus, da die Reinheit keinen Einfluss auf die Auftriebsfähigkeit hat. Technisches Helium 4.6 ist dagegen für industrielle Prozesse mit Reinheitsanforderungen – Schweißen, Analytik, MRT, Lecksuche. Preisunterschied: Ballongas ist etwa 30-40 % günstiger als Helium 4.6. Für Ballons, Eventdekoration und Luftschiffe ist Ballongas die wirtschaftlich richtige Wahl, für alle industriellen Anwendungen technisches Helium.
Der Helium-Preis hängt von Reinheitsgrad, Flaschengröße, Bezugsmodell und Abnahmemenge ab. Orientierungswerte für 2026: Eine Helium 4.6 Füllung in einer 10-Liter-Flasche liegt bei 90-150 Euro, eine 20-Liter-Füllung bei 160-250 Euro, eine 50-Liter-Füllung bei 380-550 Euro. Helium 5.0 liegt etwa 15-25 % höher, Helium 6.0 etwa 30-50 % höher als 4.6. Flüssiges Helium (LHe) wird im Liter-Preis abgerechnet und ist deutlich günstiger pro m³ Gas-Äquivalent, erfordert aber Dewargefäße und Spezialtransport. Eigentumsflaschen kosten zusätzlich einmalig 350-650 Euro je nach Größe. Für MRT-Kliniken, Forschungsinstitute und Großabnehmer gelten individuelle Konditionen mit Rahmenverträgen und festen Lieferterminen.